Werkzeuge aus NVA-Beständen

#1 von knudsen , 04.11.2010 22:58

Hallo Leute,

habe bei meiner Suche nach einem Auftreiber für die Nieten meiner neuen Bremsbeläge was interessantes gefunden:

Bausenwein Military Store

Grüße, Andreas


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RE: Werkzeuge aus NVA-Beständen

#2 von Fischi ( gelöscht ) , 05.11.2010 18:41

Der nimmt 2 € für EINE Mutter???????

Ich war da schon, der hat ne ganze Halle voll mit unsortiertem NVA Kram, hauptsächlich Schrauben, Werkzeug, Meßgeräte.Und noch so diverses...
Stöbern lohnt, aber Zeit muß man haben, alte Klamotten an, und auch mal ins Palettenlager klettern.


"Elektronik ist der größte Wertevernichter im modernen Automobilbau."

Fischi

RE: Werkzeuge aus NVA-Beständen

#3 von knudsen , 06.11.2010 11:06

2 Euro für DIESE Mutter findest du teuer?
Ist schließlich original NVA und ne mächtig große M12. Die hat eine 18er Schlüsselweite, wenn sie schon nach neuer DIN ist sogar ne 19er. Und eine royale Krone oben drauf. Und sie ist ein stummer Zeitzeuge aus vergangenen Zeiten. Unter diesen Umständen ist der Preis ja wohl mehr als angemessen!

Ne du, hast Recht, der Preis ist überzogen. Aber bei manch anderen Sachen geht er O.K. Aber da müßte man wirklich mal selbst hinfahren und in den Lagern wühlen. Dann kann man bestimmt auch noch über den Preis reden.

Ach wenn mein Bus dann mal fährt, wird so eine Lager-Wühlaktion zu meinen Wochenendbeschäftigungen werden


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RE: Werkzeuge aus NVA-Beständen

#4 von Erwin-Ludwig Rommel - leider verstorben im Jahre 2011 ( gelöscht ) , 06.11.2010 17:58

hallole,

auf englisch heißen diese Dinger "Castellated Nut", und damit sind die Zinnen eines Burgturms gemeint. Klingt irgendwie nach altem Ritter und weniger nach Royalties mit Verdauungsproblemen...

Aber diE Schlüsselweite SW18? Hatten die Muttern der NVA tatsächlich diese Schlüsselweite? Das wäre ja schon wichtig, denn mit solchen Schlüsselweiten habe ich mein Auto bisher nicht belastet.

Weiß jemand was genaues?

Beste Grüße
Ludwig

Erwin-Ludwig Rommel - leider verstorben im Jahre 2011

RE: Werkzeuge aus NVA-Beständen

#5 von knudsen , 06.11.2010 18:09

Hallo Ludwig!

Ich kenne die NVA-Mutter leider nicht "persönlich".
Aber laut Tabellenbuch haben Muttern mit M12 nach alter DIN 931 und DIN 933 SW 19 und nach neuer EN ISO 4032 SW 18. Sorry, hatte es anders herum im Kopf und falsch beschrieben!

Die besagte Mutter muß somit SW 19 haben!

Grüße, Andreas


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RE: Werkzeuge aus NVA-Beständen

#6 von Russe 469 , 06.11.2010 18:12

Hallo,Ludwig

also aus meiner Vergangenheit weiß ich, das es mal eine Zeit gab, da wollte man die SW ändern bzw. ergänzen. Da kamen dann plötzlich Schlüsselsätze mit 15,16,21 23er SW usw. auf den Markt. Die dazugehörigen Muttern bzw. Schrauben kenne ich nur für die SW 15 (Fahrrad) und SW 21. Gab es aber nicht allzu häufig und aus dem KFZ-Wesen kenne ich sie gar nicht. Da sind mir eher "krumme" Gewindegrößen bekannt, wie z.B. M7.
Außerdem hat die NVA auch nur Standardmaterial bekommen, also nur das, was es draußen im Laden gab oder was im FZG verbaut war.

herzlichst

Hagen


Liebe mein Monster und "saufe" gern mit ihm.

 
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RE: Werkzeuge aus NVA-Beständen

#7 von Erwin-Ludwig Rommel - leider verstorben im Jahre 2011 ( gelöscht ) , 06.11.2010 19:05

Hallole,

ich dachte schon, da wäre was total an mir vorbeigelaufen...

Beste Grüße
Ludwig

Erwin-Ludwig Rommel - leider verstorben im Jahre 2011

RE: Werkzeuge aus NVA-Beständen

#8 von Sverch , 06.11.2010 19:07

Also in meinen Erinnerungen gab es im Bestandsatz Werkzeug der VVA auch die geraden Größen wie 12,14,16,18,und 20 .Genau Stehts in der DV.Wird sich irgendwo finden lassen.

In Erinnerung schwellend Sven


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RE: Werkzeuge aus NVA-Beständen

#9 von Russe 469 , 07.11.2010 12:09

Hallo,Sven

12 und 14er SW gab und gibt es ja noch. Nur die anderen Größen wie 15,16,18,21 ect. sind mir persönlich weder aus meinem Schrauberleben noch aus meiner NVA-Zeit als Massenware bekannt. Ich habe zwar Schlüssel mit 15,16,18 und 21er SW, leider aber absolut keine Schrauben oder Muttern dazu und in diversen Katalogen und Geschäften auch noch keine gefunden.
Sind noch Schlüsselsätze aus DDR-Zeiten ( Mitter der 80er) und 1 Satz aus BRD-Zeit ( ca.1995).

herzlichst

Hagen


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RE: Werkzeuge aus NVA-Beständen

#10 von Sverch , 07.11.2010 13:44

Hallo Hagen
könnte sein ich hab sowas sogar noch zu Hause,zum Ende hin habe ich in Inst.Koffer noch mal richtig reingegriffen (Tätigkeit in Abschubzelle)dabei ging es mir hauptsächlich um die Feingewindesachen weil ich zu dem Zeitpunkt noch Sapo gefahren habe und die meisten Sachen vom Ooriginalrussen gepasst haben.Ich glaube ich muß mal in die Tiefen meines Sammelsuriums.Aber auch ich bin vor Irrtümern nicht gefeit.

Gruß Sven


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RE: Werkzeuge aus NVA-Beständen

#11 von Fischi ( gelöscht ) , 07.11.2010 14:36

Irgendwann in den 80ern hat man international festgelegt, daß sich die Schraubenköpfe und Mutterngrößen verändern sollen, um jeweils eine Stufe runter.Also M6 wird SW9, M8 wird SW12. etc..
Das hatte was mit dem besseren Material zu tun, und natürlich mit Materialeinsparung...
Die DDR hat, wahrscheinlich aus letzterem Grund zügig mit der Umsetzung dieser neuen Vorschrift begonnen.So kamen auf einmal diese "durchnummerierten" Schlüselsätze auf den Markt...aber auch mit der änderung der Schrauben wurde begonnen.Vermutlich aber nicht im Kfz Bereich.
Bei der DR haben wir schon Schrauben SW 18 und 16 geliefert bekommen.
Das ganze ist aber anscheinend wieder eingeschlafen.nach der Wende.....wobei man 13er Köpfe ja nun kaum noch findet.


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RE: Werkzeuge aus NVA-Beständen

#12 von Sverch , 07.11.2010 16:56

Ist alles richtig.geh aber mal davon aus,das wir so ziemlich alles was neu gekommen ist von der SU bekommem haben und erst nach der GÜ auf deutsche (bzw.DDR Standarts)umgerüstet wurde.Zbsp.die erwähnten Kronenmutterm waren auf den org.Russen drauf und kunstvoll verdrillt.Haben wir zbsp T 72 aus tschechischer Produktion bekommem waren Standartsachen verbaut.Kanns nur für Pz.technik sagen da damals für mich nur Pz.Inst interessant.Die Kfz-ler haben wir immer son bißchen als Minischmiernippel veralbert.Heute weiß mann das die Leute auch nen guten Job gemacht haben.
Immer Lernbereit Sven


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