Gruß aus der Ukraine

#1 von Tigris ( gelöscht ) , 02.07.2015 08:31

Guten Morgen,

möchte mich kurz vorstellen, bevor ich mich in die Tiefe der Beiträge stürze:

Mein Name ist Franklin, ich bin 53 Jahre alt, wohne in der Eifel und arbeite zur Zeit für die OSZE in Severodonetsk (Ostukraine), wo ich auch die meiste Zeit des Jahres verbringe. Ich bin begeisterter Motorradgespannfahrer und -reisender. Einige meiner Reisen kann man in meinem Blog http://ftummescheit.de nachlesen.

Ursprünglich wollte ich mir hier in der Ostukraine ein (weiteres) russisches Motorrad(gespann) zulegen, bin aber am Veto meiner Frau gescheitert. Allerdings konnten wir uns auf einen russischen Geländewagen einigen. Derzeit schwanke ich noch zwischen einem UAZ469 oder einem GAZ69. Beide Fahrzeuge sind hier in der Ukraine relativ günstig zu haben.

Ich werde hier im Forum in erster Linie lesen und vielleicht ab und zu mal Fragen stellen.

Eine Anschaffung ist für Anfang 2016 geplant, bis dahin habe ich also noch Zeit, eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Gruß aus der Ostukraine


Tigris

RE: Gruß aus der Ukraine

#2 von vwvento! ( gelöscht ) , 02.07.2015 12:47

Hallo Tigris und ein herzliches Willkommen.
Mfg Toni

PS: Ohh da Wohnst du ja zur Zeit an der Quelle für Ersatzteile!! Kommst doch bestimmt ab und an nach D zurück

vwvento!

RE: Gruß aus der Ukraine

#3 von Rüdi , 02.07.2015 13:10

Hallo Franklin,

dann von mir auch an dieser Stelle noch mal ein herzliches Willkommen in der UAZ-Interessengemeinschaft.

Ich hoffe, deine/eure Entscheidung bzw. die Wahl fällt zu Gunsten eines UAZ-Autowagens. Wir werden uns bemühen, dir eine gute Hilfe zu sein.

Beste Grüße und viel Spaß im Forum

Rüdi


 
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RE: Gruß aus der Ukraine

#4 von Tigris ( gelöscht ) , 02.07.2015 14:02

Zur Zeit bin ich hin- und hergerissen zwischen GAZ69 und UAZ469. Das urtümliche Aussehen des GAZ gefällt mir im Grunde besser, allerdings schrecken mich Verbrauchsangaben von 16 und mehr Litern/100 km dann doch ein wenig ab, da das Fahrzeug durchaus auch im Alltag zum Einsatz kommen soll und nicht nur ein reines Hobbyfahrzeug werden soll.

Letztendlich wird es wohl davon abhängen, was ich hier in der Nähe kaufen kann, da ich nicht unbedingt hunderte Kilometer reisen kann und will, um mir Angebote anzuschauen.

Was Ersatzteile angeht: Derzeit bin ich erstmal froh, daß ich in Kiew die Kievski Motozikletni Savod gefunden habe, um dort eventuell Ersatzteile für mein ukrainisches Motorradgespann kaufen zu können


Tigris

RE: Gruß aus der Ukraine

#5 von Rüdi , 02.07.2015 14:20

... ich mein ja nur deswegen (einen UAZ-Autowagen), weil dies hier das UAZ-Forum ist...

Es gibt zwar auch andere Foren, auch mind. eines für GAS69, soweit ich weiß... gleichwohl findest du kein Zweites mit solch einem täglichen "Traffic" und solch einem Informationsgehalt, wie in diesem hier

Übrigens: Schönes Gespann!!! Gefällt mir

Beste Grüße

Rüdi


 
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RE: Gruß aus der Ukraine

#6 von Dirk , 02.07.2015 14:40

>> ... ich mein ja nur deswegen (einen UAZ-Autowagen), weil dies hier das UAZ-Forum ist...

auf der Motorhaube vom GAZ69 steht ja auch UAZ drauf und alle GAZ69 rolllten seit 1955
durch das gleiche Werkstor wie die UAZ469, also was solls ?!


>> da das Fahrzeug durchaus auch im Alltag zum Einsatz kommen soll

ich fahre mit dem GAZ69 zwar auch gelegentlich mal zur Arbeit, zur Apfelernte und zum Holz holen,
aber für den täglichen Alltagseinsatz wäre mir der rüstige alte Seitenventiler dann doch zu schade.

Da wäre der 469er dann schon die bessere Wahl.

Grüße
dirk


 
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RE: Gruß aus der Ukraine

#7 von Pjoter , 02.07.2015 16:16

Und was ist mit Teeeee!!!
Äh... ich meine natürlich, was ist mit einem UAZ 452 Bus Motorwagen???
Der ist ähnlich geländetauglich wie der 469ér, man kann gemütlich drin pennen (auch zu zweit) und einen Haufen Zeug mitnehmen.
Ein Solomotorrad passt auch locker rein.
War nur soone Idee, ansonsten auch willkommen von mir.

Gruß Peter


UAZ Fahrer sind der lebende Beweis, dass Gehirnversagen nicht unmittelbar zum Tod führt.

 
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RE: Gruß aus der Ukraine

#8 von vwvento! ( gelöscht ) , 02.07.2015 16:51

@Tigris: Naja vom Verbrauch nehmen sich alle 3 Modelle nicht viel. Egal ob 469,452 oder 69. Viel mehr entscheidet da der Zustand und die Einstellung des Motors. Mein 452er nimmt sich mit alter Zündung auch locker seine 18-20l. Sind halt alte Russen und da ist der Verbrauch nicht so wichtig gewesen. Umbau auf E-Zündung wäre hier sehr sinnvoll.
Ein guter Kumpel war vor ein paar Wochen in der Ost-Ukraine mit dem Motorrad unterwegs. Die selbe Maschine wie deine. Er meinte da gibt es Teile wie Sand am Meer. er hat da einen Tollen Händler kennengelernt. Könnte dir bei bedarf den Kontakt vermitteln.
Mfg Toni

vwvento!

RE: Gruß aus der Ukraine

#9 von Tigris ( gelöscht ) , 02.07.2015 19:01

Pjoter schrieb:
-- Und was ist mit Teeeee!!!
-- Äh... ich meine natürlich, was ist mit einem UAZ 452 Bus Motorwagen???

Hallo Pjoter,

nee - der Bus ist nichts für mich, es sei denn, es gibt ihn in einer Cabrioversion

Das Argument "Schlafen im Bus" ist gar nicht schlecht, aber das Argument "da passt ein Solomotorrad rein" zieht nicht, da ich nur zwei Motorradgespanne habe. Und da brauche ich dann auf jeden Fall einen Anhänger, wenn ich eins davon mitnehmen will. Anhänger hinter Bus? Nee, passt nicht. Anhänger hinter 469? Ja - das ist OK

Gruß aus der Ukraine


Tigris

RE: Gruß aus der Ukraine

#10 von Tigris ( gelöscht ) , 02.07.2015 19:10

vwvento schrieb:
-- Naja vom Verbrauch nehmen sich alle 3 Modelle nicht viel. Egal ob 469,452 oder 69. Viel mehr entscheidet
-- da der Zustand und die Einstellung des Motors. Mein 452er nimmt sich mit alter Zündung auch locker
-- seine 18-20l. Sind halt alte Russen und da ist der Verbrauch nicht so wichtig gewesen. Umbau auf E-Zündung
-- wäre hier sehr sinnvoll.

Interessanterweise werden hier in der Ukraine einige UAZ 469 angeboten, die mit Dieselmotoren fahren. Das wäre eine interessante Alternative für mich. Allerdings muß ich mir diese Fahrzeuge erst mal anschauen, wenn es denn soweit ist. Man sieht also, ich bin nicht unbedingt ein Verfechter von "Originalität über alles". Das macht sich auch an meinem russischen Motorradgespann bemerkbar. Es hat zwar den originalen KMS Rahmen und Motor, allerdings ein Rückwärtsganggetriebe späteren Baujahres und einen IMS Seitenwagenantrieb.

-- Ein guter Kumpel war vor ein paar Wochen in der Ost-Ukraine mit dem Motorrad unterwegs. Die selbe
-- Maschine wie deine. Er meinte da gibt es Teile wie Sand am Meer. er hat da einen Tollen Händler kennengelernt.
-- Könnte dir bei bedarf den Kontakt vermitteln.

Interessanterweise ist die Ersatzteilversorgung für meine KMS MW750 in Deutschland (noch) relativ gut. Viele Ersatzteile werden inzwischen in Deutschland gefertigt. Die sind zwar teurer als die Originalteile, aber auch deutlich haltbarer und passgenauer als die Ersatzteile, die auf inzwischen total ausgelutschten Maschinen in der Ukraine von KMS hergestellt werden.

Gruß aus der Ukraine


Tigris

RE: Gruß aus der Ukraine

#11 von vwvento! ( gelöscht ) , 03.07.2015 08:14

Die 750er ist eine feine Maschine. Mein Kumpel ist vor kurzen von Deutschland aus bis ans Schwarze Meer gefahren und von dort aus in die Ukraine und dann wieder nach Deutschland. Die zweite Maschine war sogar eine alte EMW. Aber nur die Dnepr kam auf eigener Achse heim. Und was unterwegs kaputt ging war nicht viel und konnte immer gebaut werden.

Mfg Toni

vwvento!

RE: Gruß aus der Ukraine

#12 von Tigris ( gelöscht ) , 03.07.2015 08:22

Moin Toni,

das ist halt das schöne an den alten Sowjetfahrzeugen, egal ob Motorrad oder Auto. Sie sind nicht wirklich zuverlässig, können aber aufgrund der einfachen Technik normalerweise von jedem Dorfschmied im Einflußbereich der ehemaligen Sowjetunion und weit darüber hinaus wieder fahrbereit gemacht werden.

Neben meinem KMS Motorradgespann habe ich noch ein hochzuverlässiges und deutlich schnelleres BMW K1100 Motorradgespann - aber mehr Spaß macht das Fahren mit dem alten Russenboxer

Gruß aus der Ukraine


Tigris

RE: Gruß aus der Ukraine

#13 von Knify , 03.07.2015 15:42

Hallo Tigris,

... hole mir meine K750 Bj59 kommenden Mittwoch ab, womit ich dann auch vom Solomotorrad auf Gespann wechsle. Bei jenem dürfte allerdings ebenfalls nicht alles original sein, da es sowohl über einen Rückwärtsgang als auch einen Beiwagenantrieb verfügt aber keine MW ist(keine Diff-Sperre), bzw. sind da noch einige andere Kleinigkeiten wie der eigentlich typfalsche Tank. Bilder folgen dann nächste Woche. Wird als historisches KFZ angemeldet.

Bei der Kraftwagenentscheidung rate ich auch eher zum 469er - haben sich doch in den letzten Monaten gleich zwei dieser Motorwagen bei mir eingefunden - zu unterschiedlichem Zwecke, wobei bei letzterem der Gas-Zubau noch entfernt wird.


sonnige Grüße aus Österreich....

 
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RE: Gruß aus der Ukraine

#14 von Tigris ( gelöscht ) , 03.07.2015 16:49

Hallo Knify,

ob es sich um eine Militärmaschine handelt, kannst Du eigentlich nur am Seitenwagenrahmen feststellen, und das gilt dann auch wiederum nur für den Seitenwagen(rahmen). Im Gegensatz zu den Rahmen für den zivilen Gebrauch hat der militärische Seitenwagenrahmen eine zusätzlich eingeschweisste Querstrebe zwischen dem Rahmenrohr, das vorne unter dem Seitenwagen verläuft und dem Rahmenrohr das parallel zum Motorrad auf der (in Fahrtrichtung) linken Seitenwagenseite verläuft, also dort, wo die motorradseitigen Anschlüße auftreffen.

Alles andere, Motor, Getriebe, Endantrieb, Seitenwagenantrieb, Blechteile, Lichtmaschine usw. wurde in der Regel im Laufe der Jahre so zusammengestückelt, wie die Teile gerade verfügbar waren.

Meine MW750 hat serienmäßig eine 6V Stromanlage, wurde aber im Laufe der Zeit mit einer Saporosch Lichtmaschine auf 12V umgebaut.

Darüber hinaus gibt noch verschiedene Anhaltspunkte für das wahre Alter: Die erste Version der MW750/K750 hatte noch den Original M72 Motor mit 22 PS (erkennbar an den relativ glatten Zylinderkopfdeckeln) verbaut, dazu ein klappbares hinteres Schutzblech. Die zweite Version hatte dann den weiterentwickelten 26 PS Motor (erkennbar an den charakteristischen Rippen des Zylinderkopfes) und einteilige Schutzbleche hinten verbaut.

Eine interessante Lektüre zu allen Russenboxern (KMS und IMS) ist das Buch "Mit Hammer und Schlüssel" von Tom van Endert, der sehr detailiert auf die einzelnen Unterschiede eingeht.

Gruß aus der Ukraine


Tigris

RE: Gruß aus der Ukraine

#15 von Knify , 21.07.2015 11:07

Hallo Tigris,

jene Lektür "Mit Hammer und Schlüssel" hab ich fast durch :) ... war mein erster Griff noch kurz vor dem Kauf - sozusagen als selbiger für mich schon feststand. Anbei mal ein paar Bilder, bessere folgen demnächst ... vermutlich aber erst nach der kommenden Reise in den Norden.

Grüße aus Österreich
Peter

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RE: Gruß aus der Ukraine

#16 von Tigris ( gelöscht ) , 21.07.2015 13:41

Hehe - unsere zwei könnten Geschwister sein. Ich habe zwar hinten das alte (hochklappbare) Schutzblech und einen Tropfentank (aus optischen Gründen), aber ansonsten ist die Verwandschaft unverkennbar

Gruß aus der Ukraine


Tigris

   

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